Entschuldigung, darf ich mal durch?

Morgens, wenn ich mit der S1 Richtung Friedrichstraße unterwegs bin, passiert die Bahn ein kleines Haus an der Bornholmer Straße, an dessen Terrassendach ein Boxsack hängt. Verpackt in eine durchsichtige Plastikfolie zeigt der Sack sich von der ewig gleichen Seite – von keiner Faust geschlagen. Ich überlege mir, ob die Bewohner sich den Sack angeschafft…

Australian Shepherd Sachbuch/Ratgeber

Einen treuen, sportlichen, liebenswerten, verkuschelten, kinderfreundlichen, aktiven und dennoch gut erziehbaren Begleiter – das waren unsere Vorstellung als wir uns im vergangenen Jahr auf die Suche nach der richtigen Hunderasse für uns und unsere Zukunftsplanungen gemacht haben. Einen klugen Hund, der schnell lernt und ebenso schnell mitbekommt wo die Stärken und Schwächen seiner Halter liegen,…

Selten ist das neue Regelmäßig

Mit Hörbüchern beschäftige ich mich erst seit ca. einem Jahr. Die Vorteile liegen auf der Hand. Warum nicht Gewohnheiten aus der Kindheit aufgreifen und zum Einschlafen etwas Vorlesen lassen? Benjamin Blümchen Kassetten haben zwar ausgedient, aber auch ein guter Roman kann, von einer angenehmen Stimme vorgelesen, eine gute Entspannungshilfe sein. Genau das war auch das…

Der Schatten von Paris

Die Schönheit der Stadt Paris ist kein Mythos, sie zeigt sich in der Architektur, der Atmosphäre, am Essen, den schönen Parisern und den Touristen, die in diese Welt eintauchen wollen. Ich denke oft an den ca. dreijährigen Jungen auf der Straße im Ausgehviertel. Von allen Seiten hört man fröhliche Menschen lachen, sie trinken, feiern. Kleine…

Sanfter grauer Roggen im Steinmagen: Ode an die Leidenschaft

Seit siebzehn Wochen jeden Tag das Gleiche: Morgens zwei Scheiben Brot mit Käse. Einen Apfel, eine Banane. Mittags drei Scheiben Brot, ein Spiegelei. Abends zwei Scheiben Brot mit Käse. Leidenschaft zeigt sich in jedem Bereich. Siebzehn Wochen lang das gleiche Essen, weil es die ersten drei Tage glücklich gemacht hat. Eine neue Sorte Brot bei…

Leseklon

Mit der Entscheidung über die Nutzung meiner privaten Lesezeit diese Woche bin ich restlos überfordert. Tex Rubinowitz in der einen Hand, Max Goldt in der anderen. Beide machen mir viel Freude, die Bücher versteht sich, daher wünschte ich mir wirklich ein zweites Augenpaar. Einen Leseklon. Leseklon – überlegt mal wie viele Bücher zusätzlich gelesen werden…

Verlängerung ausgeschlossen

Das Telefon klingelt. Ich hasse es zu telefonieren, ich bekomme immer einen fürchterlichen Schreck, ich habe Angst, schwitze, das Herz klopft, Ohr wird heiß und Arm gefühllos, ich denke immer, ich habe was ausgefressen, dann stelle ich mich automatisch taub […] (Tex Rubinowitz: Lass mich nicht allein mit ihr. Rowohlt Verlag. März 2017) Ich kann…